Häufige Fragen zu Kaffeemaschinen
Hier stehen die Fragen, die uns am häufigsten erreichen: welche Maschine zu welchem Kaffeekonsum passt, was eine Tasse tatsächlich kostet und wie viel Pflege ein Gerät braucht. Die Antworten gelten unabhängig von der Marke. Geht es dir um ein bestimmtes Modell, hilft der Kaufberater schneller weiter.
Die richtige Maschine finden
Der Vollautomat nimmt dir die Arbeit ab: Bohnen einfüllen, Taste drücken, fertig. Beim Siebträger machst du alles selbst, also mahlen, dosieren, tampern und Milch aufschäumen. Das schmeckt nach etwas Übung besser und macht vielen mehr Spaß, kostet aber jeden Morgen ein paar Minuten. Wer schnell aus dem Haus muss, wird mit einem Vollautomaten meist glücklicher.
Ab ungefähr drei Tassen am Tag rechnet sich ein Kaffeevollautomat gegenüber einer Kapselmaschine. Eine Tasse aus ganzen Bohnen kostet je nach Kaffee 12 bis 20 Cent, eine Kapsel 30 bis 45 Cent. Bei drei Tassen täglich macht das 150 bis 350 Euro im Jahr aus. Eine Maschine für 500 Euro hat sich damit nach zwei bis drei Jahren bezahlt.
Am einfachsten starten Kapsel- und Padmaschinen. Sie kosten oft unter 150 Euro, sind in einer halben Minute heiß und man kann kaum etwas falsch machen. Wenn du frisch gemahlenen Kaffee willst, ohne dich mit dem Mahlgrad zu beschäftigen, nimm einen Vollautomaten ab etwa 300 Euro. Einen Siebträger als erste Maschine solltest du nur kaufen, wenn du wirklich Lust hast, ein paar Wochen zu üben.
Am bequemsten geht das mit einem Vollautomaten, der ein automatisches Milchsystem hat. Du steckst den Schlauch in die Milch, drückst auf Cappuccino und die Maschine macht den Rest. Feinporigen Schaum für Latte Art bekommst du dagegen nur mit einer Dampfdüse hin, also am Siebträger oder an einem Vollautomaten mit manueller Düse. Achte darauf, dass sich das Milchsystem selbst spült, sonst steht die Reinigung täglich an.
Was Kaffee zu Hause kostet
Am günstigsten ist Filterkaffee mit etwa 8 bis 12 Cent pro Tasse. Aus ganzen Bohnen im Vollautomaten oder Siebträger kostet eine Tasse 12 bis 20 Cent, ein Pad liegt bei 15 bis 25 Cent und eine Kapsel bei 30 bis 45 Cent. Gerechnet ist das mit 7 bis 9 Gramm Kaffee pro Tasse und einem Kilopreis zwischen 15 und 25 Euro. Die Maschine selbst ist dabei noch nicht eingerechnet.
Das hängt stark vom Typ ab. Filtermaschinen sind ab etwa 40 Euro brauchbar, Pad- und Kapselmaschinen ab 60 Euro. Bei Siebträgern wird es ab ungefähr 150 Euro interessant, dazu kommt aber noch eine Mühle. Vollautomaten mit ordentlichem Mahlwerk und herausnehmbarer Brühgruppe starten bei rund 300 Euro. Deutlich billiger heißt fast immer, dass an genau diesen beiden Teilen gespart wurde.
Bei den Vollautomaten sind De'Longhi, Siemens, Philips, Krups, Melitta, Nivona und Jura am stärksten vertreten. Unter den Siebträgern findest du vor allem De'Longhi, Sage, Gaggia, Rancilio und Graef, bei den Kapselmaschinen Nespresso, Tchibo, Dolce Gusto und Lavazza. Insgesamt sind es über 2.500 Kaffeemaschinen und rund 350 Mühlen.
Pflege und Haltbarkeit
Einen Kaffeevollautomaten entkalkt man je nach Wasserhärte alle ein bis drei Monate. Die meisten Geräte melden sich von selbst, wenn es so weit ist. Ein Wasserfilter im Tank streckt die Abstände deutlich. Kalk ist der häufigste Grund, warum Vollautomaten kaputtgehen, deshalb sollte man die Meldung nicht wochenlang wegdrücken.
Eine herausnehmbare Brühgruppe gehört einmal pro Woche unter fließendes Wasser, ohne Spülmittel. Milchschlauch und Milchbehälter spülst du am besten nach jedem Gebrauch, sonst wird es schnell unappetitlich. Der Satzbehälter will täglich geleert werden. Für den Kaffeefettfilm braucht die Maschine zusätzlich ab und zu eine Reinigungstablette, wie oft, steht in der Anleitung.
Ein gepflegter Kaffeevollautomat hält fünf bis zehn Jahre, das sind ungefähr 5.000 bis 10.000 Tassen. Wie lange er wirklich durchhält, entscheidet vor allem das Entkalken. Geräte mit herausnehmbarer Brühgruppe kannst du selbst sauber halten, bei fest verbauter Brühgruppe geht das nur beim Service.
Technik verstehen
In Vollautomaten steckt fast immer ein Kegelmahlwerk. Es dreht langsamer, bleibt dadurch kühler und arbeitet leiser. Scheibenmahlwerke mahlen gleichmäßiger und sitzen deshalb meist in Espressomühlen, sind dafür lauter. Im Alltag merkt man den Unterschied kaum. Wichtiger ist, dass die Mahlscheiben aus Stahl oder Keramik bestehen und sich der Mahlgrad fein genug verstellen lässt.
Ja. Der Mahlgrad entscheidet beim Siebträger fast alles, und vorgemahlener Kaffee ist dafür zu grob und meist zu alt. Espressomühlen, die fein und gleichmäßig genug mahlen, fangen bei ungefähr 150 Euro an. Manche Siebträger haben ein Mahlwerk schon eingebaut, dann sparst du dir das zweite Gerät und Platz auf der Arbeitsfläche.
Neun bar sind der Druck, mit dem Espresso tatsächlich gebrüht wird. Wenn auf der Verpackung 15 oder 20 bar stehen, ist das der maximale Pumpendruck und sagt über die Qualität wenig aus. Interessanter sind eine Brühtemperatur, die stabil bleibt (oft als PID beworben), und ein Siebträger im 58-Millimeter-Format, weil dafür überall Zubehör passt.
Fragen zu einem bestimmten Maschinentyp
Auf den Übersichtsseiten beantworten wir die Fragen, die nur den jeweiligen Typ betreffen. Dort findest du auch die aktuell gelisteten Modelle.
- KaffeevollautomatenWelcher Kaffeevollautomat passt zu dir?
- SiebträgermaschinenWelche Siebträgermaschine passt zu dir?
- KapselmaschinenWelche Kapselmaschine passt zu dir?
- FilterkaffeemaschinenWelche Filterkaffeemaschine passt zu dir?
- PadmaschinenWelche Padmaschine passt zu dir?
- KaffeemühlenWelche Kaffeemühle passt zu dir?
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